Milonga veneziana

3. Juli 2014 |  

von Frank-Rüdiger Berger

 

Venedig, ein Dienstagabend im September 2007. Abendessen mit Freunden in einem Restaurant auf dem stillen Campo San Giacomo dall’Orio. Unruhe auf dem Platz. Jemand baut eine Musikanlage und Lautsprecher auf, Leute kommen, begrüßen sich, reden, lachen – dann erklingt Musik: Tango! Und die Paare beginnen zu tanzen…

Venedig ein Dienstagabend im September 2009. Wieder auf dem Campo San Giacomo dall’Orio. Ob die Tangotänzer erscheinen werden? Und tatsächlich: Die Veranstalter bauen ihre Musikanlage auf, die Paare versammeln sich, manche wechseln ihre Schuhe, und dann legen sie los. Eine Dame im roten Kleid, ihr Partner im eleganten Anzug. Ein anderes Paar in weißem Hemd bzw. Bluse und schwarzer Jeans. Eine junge Frau im kleinen Schwarzen. Rote T-Shirts, blaue Hemden. Hochhackige Tanzschuhe, bunte Sneakers. Fare bella figura. Das schlurfende Geräusch der Sohlen auf dem jahrhundertealtem Steinboden mischt sich mit der Musik, mit den Gesprächsfetzen und dem Lachen der Umstehenden.

Es beginnt zu nieseln, ganz leicht nur, Sommerregen. Unbeirrt tanzen die Paare weiter, versunken in der Musik, in der Bewegung. Der steinerne Platz reflektiert die Straßenlaternen, die Werbeleuchten, die Lampions des Restaurants, er wird zum glänzenden Parkett.

Die flüchtige Bewegung einfangen ins Bild.

 

Fotoausstellung von Frank-Rüdiger Berger ab 05.07.14 im MAXIXE.

www.frberger.de
www.gruppe97berlin.de

 

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