Das MAXIXE als Wahllokal

19. September 2016 |  

Die Wähler waren begeistert! „Endlich mal ein schönes Wahllokal, in dem man Kaffee trinken kann und Zeitung lesen.“

Auszug aus der Berliner Morgenpost vom 18.09.2016

„Erst wählen gehen und abends zu Hertha“
In Kreuzberg wurde unter anderem in einer Tanzschule gewählt. Die „Maxixe“ liegt an der Fidicinstraße. „Der Bezirk hatte Schwierigkeiten, geeignete Orte zu finden“, erzählte Inhaberin Ele Busch. „Und ich dachte, warum nicht? Das ist doch spannend.“ Spannend war es allein schon, den Weg zur Tanzschule zu finden. Da ging es zwischen zwei Häusern eine Kopfsteinpflasterauffahrt hinein, dann links auf ein altes Brauereigelände, dann neben einem Weinladen in den ersten Stock. Tangoklänge empfingen den Eintretenden, auf roten Samtsofas erholten sich erschöpfte Wähler bei Zeitungslektüre.

Inhaberin der Tanzschule versorgt Wahlhelfer mit Kaffee
Dieses besondere Wahllokal schien viele anzusprechen. „Ich habe heute schon einige positive Reaktionen bekommen“, sagte Busch. Eine Entschädigung bekommt die Inhaberin nicht, im Gegenteil, sie versorgte die Wahlhelfer selbst mit Kaffee und Kuchen. Und fand das völlig in Ordnung. „Ich kann mir durchaus vorstellen, das wieder zu machen in fünf Jahren.“
Gewählt wurde im großen Tanzsaal. „Der Wahlvorstand hat beschlossen, die Spiegelwand mit grauem Tuchstoff abzuhängen“, sagte Wahlvorsteher Dieter Krolikowski, denn die Wahlkabinen stehen parallel vor den Spiegeln. Der 67-jährige Kreuzberger kennt das „Maxixe“, mit seiner Frau geht er hier manchmal tanzen. Sich als Wahlhelfer zu engagieren, ist für ihn Bürgerpflicht. „Ich finde demokratische und geheime Wahlen wichtig, das will ich unterstützen.“ Und als Rentner habe er die Zeit dazu. Doch so richtig für Ordnung sorgen musste er hier nicht. Ein Paar wollte gemeinsam in die Wahlkabine, das habe man rechtzeitig zu verhindern gewusst. Sonst gab es keine besonderen Vorkommnisse, „alle nett und entspannt hier“, sagte eine Wahlhelferin.

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